Am Montagmorgen, den 26.01.2026, versammelten sich die 23 Leistungskurs-Geographen des KSG Andernach aus der MSS 12 an unterschiedlichen Bahnhöfen, um den Strukturwandel im Ruhrgebiet zu erforschen. Ein kleiner Vortrupp sammelte sich am Koblenzer Hauptbahnhof und wollte die restliche Truppe in Neuwied einsammeln. Leider entschied sich die DB dazu, den Halt in Koblenz kurzfristig zu streichen. Spontan wurde vom Krisenkommando Paulus und Orth umgeplant und während der Vortrupp im warmen Zug in Koblenz warten konnte, mussten 19 Schülerinnen und Schüler in Neuwied frierend ausharren. Ohne Klagen stellten sie sich dieser Herausforderung und nach diesem holprigen Start machte sich dann die gesamte Gruppe mit einer halben Stunde Verspätung auf den Weg.
Zunächst wurde die Zeche Zollverein besichtigt, bei der ein Einblick in das Leben der Bergarbeiter und Kohlekumpel möglich war – teilweise mit sehr persönlichen Anekdoten des „Schatzes“ der Gruppenführerin. Nach dem Besuch dieses bezeichnenden Industriedenkmals ging es in die Zechensiedlung Katernberg, um das damalige Leben weiter nachzuverfolgen. Bei eisigem Wind wurden Vierhäuser begutachtet und Besonderheiten des Viertels entdeckt. Dass der Strukturwandel sich neben den erhaltenen Industriedenkmälern auch in neuer Stadtgestaltung widerspiegelt, zeigt sich durch einen Besuch der „Grünen Mitte“ in Essen. Damit endete der erste Tag der Exkursion, welchen die Geographen trotz Minusgraden und Schnee tapfer durchhielten.
Am nächsten Tag folgte der Wechsel von Essen nach Oberhausen, wo auch aufgrund des Kohleabbaus (zum Beispiel durch die Zeche Sterkrade) Stadtstrukturen entstanden. Diese Strukturen kämpfen heute durch die Erschaffung des Einkaufs- und Entertainment-Centers „CentrO“ um ihr wirtschaftliches Überleben. Diesen Kontrast untersuchten die Geographen mit einer Kartierung der Bahnhofsstraße in Sterkrade im Vergleich zu den Geschäftsstrukturen im CentrO. Selbstredend wurde während dieser intensiven Untersuchung des CentrOs auch das ein oder andere Objekt geshoppt und die ein oder andere Mahlzeit in der CocaCola Oase verzehrt. Dank der DB war ein Abtrainieren dieser Kalorien mit einem Sprint zum Zug auf dem Heimweg möglich, so dass trotz der Widrigkeiten alle Geographen mit nur 20 Minuten Verspätung wieder daheim angekommen sind.
Bericht und Foto: Anna Orth

